Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne)spricht beim grünen Neujahrsemfang in Emmendingen und trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein

Neujahrsempfang 2016: vlnr: Franz Ruetz, Ute Haarer-Jenne, Ministerin Teresia Bauer und Alexander Schoch MdL

Die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer zeigte die großen Chancen aber auch die Herausforderungen für ihre Partei auf. Ob Flüchtlingskrise, Klimaschutz, wirtschaftliche Innovation oder Wissenschaft, Forschung und Kunst: Baden-Württemberg stehe gut da und müsse auch weiterhin seiner Vorreiterrolle gerecht werden.

In einem Streifzug durch die politischen Felder der Landespolitik und Bundespolitik hob die Ministerin Baden-Württemberg hervor, als ein Bundesland, das in allen Belangen – und nicht zuletzt dank der guten Regierungspolitik der Regierung Kretschmann – in einer bundesweiten Vorreiterrolle ist. Der Wahlsieg 2011 sei „keineswegs ein Betriebsunfall“ gewesen. Vielmehr zeige sich „dass das Grundgefühl der Menschen“ sich verändert habe. „Wir sind die neue Baden-Württemberg Partei“, so Bauer und blickt zuversichtlich auf die anstehende Landtagswahl im März. Um die hervorragende Verfassung des Landes zu bewahren, bedürfe es einer „Tip-Top-Bildung“.
Bauers Hauptanliegen ist die gesellschaftliche Innovationskraft: Diese immer weiter auszubauen, sei enorm wichtig für neue, herausfordernde Situationen. Wo sie die dafür nötigen gesellschaftlichen Freiräume in Gefahr sieht, zeigt Bauer „klare Kante für das Gewaltmonopol des Staates“: überall dort, wo Menschen jedweder Herkunft bedroht sind, ob im Flüchtlingsheim oder auf dem Bahnhofsvorplatz. Ihr Ziel: eine Gesellschaft, die nicht von oben angetrieben wird, „sondern auch von unten wachsen kann“.

Zuvor hatte Franz Ruetz als Vertreter des grünen Kreisvorstands den traditionellen Neujahrsempfang im wunderbaren Ambiente des ehrwürdigen Sitzungssaals im Alten Rathaus in Emmendingen eröffnet. Getränke und Snacks kommen „natürlich von regionalen Bio-Erzeugern“, wie Franz Ruetz erklärt. Nur der Orangensaft sei zwar bio, aber nicht von hier: So weit fortgeschritten sei der Klimawandel zum Glück noch nicht, so Ruetz.

Die stellvertretende Oberbürgermeisterin Ute Haarer-Jenne, überbrachte die Grußworte der Stadt Emmendingen, dankte der Ministerin für ihren Besuch und überbrachte auch die besten Wünsche der Gemeinderatsfraktion der Grünen.

Auch in diesem Jahr bot der Neujahrsempfang der Grünen neben guten politischen Botschaften auch musikalischen Hochgenuss.

Dafür sorgen Marie Lorenz am Flügel und Viktoria Dinkelacker am Saxophon. Die Bundessiegerinnen des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ aus Waldkirch spielen Werke von Astor Piazzolla und Jean-Baptiste Singelée: zunächst getragene Melodien, später heitere. Ein Highlight auch der Auftritt von Sängerin Helena Reich, die mit „Jar of Hearts“ der US-Amerikanerin Christina Perri einen zeitgenössischen Kontrapunkt setzt.
Die drei jungen Talente begeistern mit einer Musik, die „aus den Nickligkeiten des Alltags entführt“, wie Theresia Bauer sagt. Ein großes Lob von der Ministerin für Kunst.

Alexander Schoch, Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Emmendingen und Mitglied des Kreistags zog eine positive Bilanz für die grüngeführte Landesregierung.

Unsere Gemeinschaft lebt vom ehrenamtlichen Engagement, daher kann man die Bedeutung dieser Arbeit für unser Land hervorheben nicht hoch genug hervorheben. Sei es das Engagement in Vereinen, sei es in Sportvereinen, Kulturvereinen oder caritativen Vereinen, so Schoch. Besonders jedoch, so der Abgeordnete, möchte er am heutigen Neujahrsempfang den vielen Ehrenamtlichen und auch Hauptamtlichen danken, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren. „Es ist wirklich unglaublich, dass es inzwischen in jeder unserer 24 Gemeinden Helfergruppen gibt, die mit großem Engagement arbeiten. Und die Arbeit wird im Landkreis gut koordiniert!“ Das Engagement der Menschen vor Ort entspreche Schochs Credo: „Hilfe statt Hetze“ − da bleibe „kein Platz für Angst und Hass“.

Ministerin Theresia Bauer schloss sich diesen Argumenten an und betonte, dass nirgendwo in Deutschland das ehrenamtliche Engagement der Menschen größer sei.

Die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst macht die Reihe der grünen Ministerbesuche in Emmendingen zu den Neujahrsempfängen komplett.

 

 

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