Kein Rassismus in Emmendingen!

Wir sind schockiert von den schrecklichen Anschlägen in Hanau – wieder einmal zeigt sich, wie schnell rechte Parolen nicht nur Worte bleiben, sondern auch zu Taten werden können. Dies waren nicht die ersten rechtsradikal motivierten Morde – und es wäre naiv zu glauben, dass es die letzten waren: Tagtäglich wird weiter Hass gestreut, werden Ängste geschürt, wird rechter Terror verharmlost. Die rechten Gedanken breiten sich weiter aus, und werden immer mehr eine Gefahr für unsere Gesellschaft, für die Demokratie im ganzen Land. Nicht nur in Thüringen, in Halle oder in Hanau – auch bei uns im Landkreis: Am gleichen Tag, an dem in Hanau Mitbürger mit ausländischer Herkunft ermordet wurden, haben Nazis in Emmendingen eine Moschee und einen Kindergarten und in Sexau eine Grundschule mit Hakenkreuzen beschmiert.

Diese rassistischen Schmierereien sind mit einem Mord nicht auf eine Stufe zu stellen – aber doch sind sie mehr als nur einfache Sachbeschädigungen: Sie sind Straftaten und Ausdruck dafür, dass es auch hier in unserer Nachbarschaft Menschen gibt, die fremdenfeindliche Parolen für gesellschaftsfähig halten. Das muss uns endlich alle aufrütteln und uns klarmachen, dass es auch hier vor Ort unverzichtbar ist, noch stärker für demokratische Werte einzustehen und deren Missachtung mit der ganzen Macht der bestehenden Gesetze zu bestrafen.

Es ist Zeit, dass wir gemeinsam mit allen demokratischen Kräften aufstehen, uns mutig für eine offene Gesellschaft einsetzen und entschieden gegen rechte Parolen auftreten. Für „Wehret den Anfängen“ ist es schon zu spät – jetzt gilt es, unsere Demokratie zu verteidigen! ✊

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