Rüdiger Tonojan: Podiumsdiskussion der Vhs.

Am vergangenen Dienstag fand in den Räumlichkeiten der VHS eine Podiumsdiskussion statt. Eingeladen waren die Kandidaten aller größeren Parteien. Auch der bisherige Landtagsabgeordnete und unser Kandidat Rüdiger Tonojan nahm an der Veranstaltung teil.

Die Veranstaltung war in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil bestand darin, dass sich die Kandidaten jeweils zu einem Bild gezeigt bekamen. Dieses zeigte eine KI-generierte Zukunftsvision, die auf Grundlage des jeweiligen Wahlprogramms erstellt worden war. Auf Grundlager der Bilder konnten die Anwesenden gemeinsam mit den Kandidaten über die dargestellten Visionen diskutieren: Was wurde als positiv oder negativ wahrgenommen, und welche Aspekte fehlten?

Tonojan empfand das Bild zum grünen Wahlprogramm insgesamt als gelungen. Es greife viele zentrale Aspekte auf, darunter eine intensive Stadtbegrünung, Photovoltaikanlagen auf den Dächern sowie einen stark ausgebauten öffentlichen Personennahverkehr. Vermisst habe er allerdings die Windräder, die bei den Darstellungen der Linken und der FDP im Hintergrund zu sehen waren.

Den zweite Teil des Abends stellte eine klassische Podiumsdiskussion.

Eröffnet wurde diese mit dem Thema Wirtschaft und Klimaschutz. Tonojan plädierte dafür, Wirtschaft und Klimaschutz stets zusammenzudenken. Die grüne Transformation sei kein Hemmnis für Wachstum, sondern vielmehr eine Chance für echte Innovationen und neue Technologien, die langfristig wirtschaftliches Wachstum ermöglichen würden. In diesem Zusammenhang kritisierte Tonojan die CDU und Bundeswirtschaftsministerin Reiche deutlich. Reiche habe als Staatssekretärin unter Peter Altmaier die Solarbranche – ein Beispiel für genau solche innovativen Technologien aus Baden-Württemberg – zerstört und China damit das Feld überlassen. Mit ihren aktuellen Ambitionen drohe sie nun erneut, die Solarbranche schwer zu treffen.

Auf die Frage des Moderators, was Herr Tonojan als Landtagsabgeordneter für Emmendingen im Hinblick auf den Ausbau der Rheintalbahn und die damit über mehrere Jahre andauernden Belastungen für die Bürger tun wolle, antwortete dieser:

„Der Ausbau der Rheintalbahn ist zunächst Sache des Bundes. Der Bau zweier neuer Gleise entlang der Autobahn ist wichtig. Allerdings halte ich es für notwendig zu prüfen, ob die Bestandsstrecke nicht auch auf 200 km/h statt auf 250 km/h ausgebaut werden kann.“ Ein Ausbau auf eine geringere Höchstgeschwindigkeit könne eine deutliche Zeitersparnis bringen. Letztendlich sei eine massive Sanierung der Infrastruktur jedoch unausweichlich, wenn man diese nachhaltig und deutlich verbessern wolle.

Anschließend nahm das Thema Migration breiten Raum in der Diskussion ein. Tonojan betonte, dass nicht die Migration selbst das zentrale Problem sei, sondern die Integration. Es fehle an Perspektiven für Zugewanderte. Migranten schnell in Arbeit zu bringen und beim Erwerb von Sprachkenntnissen zu unterstützen, seien dich wichtigsten Maßnahmen um Integration zu fördern. Scharf kritisierte er CDU und AfD dafür, das Thema Migration künstlich aufzubauschen.

Es folgten noch einige Wortmeldungen aus dem Publikum, bevor die Veranstaltung nach knapp zweieinhalb Stunden endete.