Städtische Naturerlebnisräume schaffen! Biotopverbünde weiterentwickeln! Baumpflege verstärken!

FraktionBündnis90/DIEGRÜNENimEmmendingerStadtrat, 23.11.2018

Städtische Naturerlebnisräume schaffen! Biotopverbünde weiterentwickeln! Baumpflege verstärken!
UnsereFraktion wünscht sich ein größeres Engagement zum Thema Stadtnatur. Naturin der Stadt wird von den Bewohnerinnen und Bewohnern hoch geschätzt und trägt viel zur urbanen Lebensqualität bei. Es sollen die Chancen genutzt werden, Biotopverbünde weiterzuentwickeln. So bilden zum Beispiel die Wiesenflächen auf Haselwald-Spitzmatten zusammen mit den Gewässerrandstreifen entlang dem Brettenbacheinen einzigartigen Lebensraumfür Insekten und Brutvögel.
Als wertvoll stuft der kürzlich vorgelegte Baumbericht die Allee aus Kastanien und Linden ein, die zum Zentrum für Psychiatrie führt. Der Vorschlag des Gutachters diese durch entsprechende Pflegemaßnahmen und rechtzeitige Nachpflanzungen dauerhaft zu erhalten, halten wir für eine wichtige Maßnahme. Deshalb haben wir im Rahmen derHaushaltsberatungen beantragt, die vorgesehenen Mittel für den Naturschutz in 2019 auf 90.000 Euro zu verdoppeln. Leider wurde dieser Antrag von der Verwaltung und in der Folge von der Ausschussmehrheit abgelehnt.
Die Grüne Fraktion hat weitere Haushaltsanträge gestellt, um die Natur und den Landschaftsschutz im Stadtgebiet zu stärken. Vom Bundesamt für Naturschutz wurde eigensdie Flächenkategorie „StädtischerNaturerlebnisraum“ entwickelt. Das sind weitgehend ihrer natürlichen Entwicklung überlassene, große ‚wilde’ Flächen im Wohnumfeld. Es liegt in der Verantwortung der Kommunen, solche Naturerlebnisflächen zu erhalten oder zu schaffen. Für Kinder und Jugendliche ist der freie, spontane Zugang zu offenen Naturräumen, in denen sie frei den Elementender Natur begegnen und diese in all ihren Facetten erfahren können, wichtig. Kinder brauchen diese unmittelbaren Erlebnisse auch im digitalen Zeitalter, um Verständnis und Empathie für Natur und Leben zu entwickeln. Nicht alles ist am Computer erlernbar. Der Gemeinderat hat diesem Antrag zugestimmt. Nun ist es an der Verwaltung geeignete Flächen zu finden. Wirerwarten, dass die Stadt auch wohnortnahe Flächen wie Haselwald-Spitzmattenbei ihrer Suche berücksichtigt.
Beantragt hatten wir auch die Teilnahme der Stadt Emmendingen amFörderprogramm “Natur nah dran”. Damit will das Land Baden-Württemberg den Erhalt der biologischen Vielfalt fördern und kommunale Flächen in artenreiche Blühwiesen und blühende Wildstaudensäume umwandeln. (Info: https://www.youtube.com/watch?time_continue=5&v=2TSMEwSeW8o) Verwaltung und Gemeinderat stimmten unsererInitiative zu, etwas gegen das Insektensterben und für ein naturnahesFlächenmanagement zu tun. Die Bewerbung der Stadt Emmendingen muss jetzt kommen. Ute Haarer-Jenne, Fraktionsvorsitzende

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