17.07.2023: Franziska Brantner MdB vor Ort in Denzlingen

„Ich spüre immer wieder den Stolz der Menschen vor Ort, dabei zu sein und mitzumachen!“

Franziska Brantner, grüne parlamentarische Staatssekretärin aus dem Bundeswirtschaftsministerium, zu Gast in Denzlingen

Auf Einladung des Emmendinger Kreisverbands von Bündnis 90/Die Grünen machte Franziska Brantner, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, am vergangenen Montag, den 17. Juli, Halt in Denzlingen. Im Rahmen ihrer derzeitigen Sommertour durch Baden-Württemberg besuchte sie die Gemeinde, die erst kürzlich als Vorreiterkommune für Klimaneutralität mit Fördermitteln von einer halben Million Euro ausgezeichnet wurde, wie der anwesende Bürgermeister Markus Hollemann stolz in seiner Begrüßung betonte. Im Ristorante Belvedere hatten sich über 30 Interessierte versammelt, die gespannt waren auf aktuelle Informationen aus erster Hand zu Themen wie Dekarbonisierung der Wirtschaft und das umstrittene Heizungsgesetz. Nach einleitenden Worten von Kreisvorstand Rüdiger Tonojan, der die Veranstaltung moderierte, und des grünen Landtagsabgeordneten Alexander Schoch gab die Bundestagsabgeordnete Franziska Brantner, die im Badischen Neuenburg aufgewachsen ist und ihrer Heimatregion immer noch stark verbunden ist, einen Überblick über die aktuelle Arbeit im Bundeswirtschaftsministerium.

Zentrales Anliegen ihrer Ausführungen war die Verantwortung Deutschlands, das sie mit dem nötigen technologischen Knowhow und den Investitionsmöglichkeiten ausgestattet in der Vorreiterrolle sieht, für den nachhaltigen Erhalt der Lebensgrundlagen auf unserem Planeten. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine sei dabei eine zusätzliche Herausforderung, die die Notwendigkeit der Energiewende und -unabhängigkeit noch offenbarer gemacht habe.

Sehr anschaulich führte sie aus, wie man in ihrem Ministerium die Transformation in verschiedenen Bereichen voranbringe. Exemplarisch seien hier der Ersatz fossiler Brennstoffe durchzunehmend erneuerbare Energiequellen genannt, außerdem die Forcierung von Energieeffizienz, die sozialverträgliche Wärmewende durch die Verzahnung von kommunaler Wärmeplanung mit dem Gebäudeenergiegesetz, die Bedeutung von Kreislaufwirtschaft und einer digitalen Energieinfrastruktur und die sinnvolle Nutzung Künstlicher Intelligenz. Es gebe bereits viele engagierte und vorangehende Unternehmen, die ihren Beitrag leisten. Dennoch bleibe auch der akute Fachkräftemangel ein Problem, dem man z.B. mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz begegne. Aber auch das vorhandene Potential bei uns müsse noch besser genutzt werden.

Im Blick auf die Arbeit der Ampel-Koalition sah sie Kritik an Gesetzesvorhaben durchaus berechtigt, betonte aber auch, dass eine konstruktive Fehlerkultur unumgänglich sei, wenn man mutig und zügig Neues ermöglichen wolle. Besonders im Umgang mit den Medien und der Kommunikation der eigenen Vorhaben mit der Bevölkerung habe man vieles unterschätzt, aber daraus gelernt.

In der anschließenden Fragerunde gab es angeregte Diskussionen und wertvolle Denkanstöße der Teilnehmenden zu Themen wie die Verunsicherung in der Bauwirtschaft, Hürden bei der Genehmigung von Photovoltaikanlagen, die Bedeutung von Naturschutz und einer suffizienten Lebensweise.

Abschließend stellte Franziska Brantner angesichts der durchaus positiven Stimmung im Saal fest, dass sie bei den Menschen vor Ort immer wieder das Gefühl spüre, dass man stolz darauf sei, später einmal sagen zu können, man sei „dabei“ gewesen und habe etwas dazu beigetragen, sich der eigenen Verantwortung zu stellen.

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