Ricarda Lang und Robert Habeck begeistern beim Politischen Aschermittwoch

Zum inzwischen neunten Mal luden die Grünen im Landkreis Emmendingen und ihr Landtagsabgeordneter Alexander Schoch zum Politischen Aschermittwoch in die Steinhalle. Als Gastredner*innen konnten die Bundessprecherin der Grünen Jugend, Ricarda Lang, und der Bundesvorsitzende der Grünen, Robert Habeck, gewonnen werden. Musikalisch begleitet wurden diee beiden von der Band ACA-coustic.

Kreisvorstandsmitglied Markus Rasp begrüßte die Gäste und führte durch den Abend. Oberbürgermeister Stefan Schlatterer goldenes Buch.

Baden-Württemberg befinde sich mit der grün-geführten Landesregierung in guter Verfassung und sei ein verlässlicher Partner der Kommunen. Wohnraumförderung, Verfielfachung der Förderung der Kleinkindbetreuung und Kindergärten, massiver Ausbau des ÖPNV und Einführung des BW-Tarif, kommunale Förderprogramme für Klimaschutz und -anpassung – all das sei Ausdruck gelungener, grüner Politik, die von immer breiteren Teilen der Gesellschaft mit getragen werden: „Es ist schön zu sehen, wie sich junge Menschen inzwischen in Deutschland, Europa und der gesamten Welt für den Klimaschutz einsetzen.“, sagte Schoch im Hinblick auf Fridays For Future, was für großen Applaus vor allem von der Grünen Jugend sorgte.

Ricarda Lang machte deutlich, dass die Grüne Jugend im Kampf gegen die Klimakrise an der Seite der Schüler*innen von Fridays for Future steht: „Wir hören dann auf, während der Schulzeit zu streiken, wenn sich die Regierung während ihrer Arbeitszeit um die Klimakrise kümmert.“ Sie stellte außerdem klar, dass der Rückhalt dieser Bewegung immer breiter werde. „Es gibt inzwischen Parents For Future, Studies For Future, Scientists For Future. Da fehlen nur noch Regierungsmitglieder For Future!“, rief Lang den Zuhörer*innen zu.

Auch Robert Habeck lobte das Engagement junger Menschen bei den Fridays for Future-Protesten. „Die Klassenbucheinträge für die Teilnahme an den Fridays For Future-Demonstrationen werden die Ehrenurkunden der Zivilgesellschaft sein!“, ist sich Habeck sicher. Der Bundesvorsitzende der Grünen legte seinen Schwerpunkt dann auf Europa und den politischen Diskurs. So kritisiert er, dass die Europäische Volkspartei – der CDU und CSU angehören – die Partei des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán, Fidesz, bisher noch nicht ausgeschlossen hat.

Die Verrohung der politischen Sprache mache für Habeck das ganze Jahr zum Aschermittwoch. Statt Witze über Minderheiten zu machen, sollte man sich während der Fastnacht mit den Mächtigen anlegen. Mit Verweis auf die eher derbe Tradition der Aschermittwochsreden sagte er: „Wenn 2018 das Jahr der politischen Aschermittwoche war, wünsche ich mir für dieses ein Jahr der Grün-Donnerstage.“ Klar, dass damit auch ein Mehr an grüner Politik gemeint war.

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