Fessenheim-Abschaltfest

Am 29. Juni wurde nach 42 Jahren Vorbereitungszeit das elsässische Atomkraftwerk Fessenheim endlich abgeschaltet – ein wichtiger Schritt für mehr Sicherheit am Oberrhein und darüber hinaus, und ein großer Erfolg von Anti-Atom-Bewegung und Umweltaktivistis. Zur Feier des Tages gab es mehrere Kundgebungen auf beiden Seiten des Rheins, unter anderem – bei schönstem Wetter und natürlich unter Einhaltung der Corona-Regeln – eine größere in Freiburg mit Musik und Redebeiträgen.

Wir möchten euch hier in Auszügen die Rede von Axel Mayer – Anti-Atom- und Umwelt-Aktivist der ersten Stunde, Grünen-Mitglied und langjähriger BUND-Vorsitzender – weitergeben; die ganze Rede findet ihr unter https://www.mitwelt.org/rede-fessenheim-abschaltung-axel-mayer

Endlich!
Endlich sind die beiden alten Kisten abgestellt.
Endlich – entsteht in Fessenheim nicht mehr jährlich die Radioaktivität von 1800 Hiroshima-Bomben.
Endlich – wird in Fessenheim kein Atommüll mehr produziert, der eine Million Jahre strahlt und 33.000 Generationen gefährdet.
Endlich – ist  ein Großteil der GAU-Gefahr beseitigt und wenn die Brennelementebecken  entleert sind, ist auch die GAU-Gefahr fast gänzlich beendet.
Endlich – ist Strom aus Wind und Sonne billiger als Atomstrom aus neuen AKW, die EDF ist fast bankrott und die EDF- Aktien sind im Keller.
Endlich, endlich, endlich, viel zu spät, haben wir ein großes Teilziel erreicht.

Wir haben Grund zu Erleichterung, Grund zu Freude, aber keinen Grund für Triumph! […]

Die kurze Rast auf einem langen Weg – denn wir brauchen in Fessenheim einen guten Abriss und keinen Billigabriss.
Die kurze Rast auf einem langen Weg – denn wir müssen den Atomausstieg mit dem Kohleausstieg verbinden.
Die kurze Rast – denn am Hochrhein stehen in Beznau und Leibstadt gefährliche alte AKW.
Die kurze Rast – denn „verregnete, sonnenarme“ Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Türkei, Ägypten und Saudi Arabien wollen mit dem Neubau von AKW zu Atomwaffenstaaten werden, um einen nordkoreanischen Machtzuwachs zu erlangen. […]

Die kurze Rast auf einem langen Wegdenn wir sind dabei die Welt zu verlieren!

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